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Bundeshilfe für Covid-19

20.07.2020 - Bildergalerie

Als einer der größten humanitären Geber weltweit wird Deutschland seiner Verantwortung gerecht und unterstützt das internationale humanitäre System aktuell mit Zusatzmitteln weltweit in Höhe von 300 Mio. Euro.

Das Corona-Virus kennt keine Grenzen. Es trifft insbesondere die Menschen, die besonders gefährdet sind, weil sie in Kriegsgebieten oder Flüchtlingslagern leben oder in Staaten, deren Gesundheitssysteme durch die Pandemie völlig überfordert sind. Hier ist unsere Solidarität gefordert, um das Leiden zu lindern. Gleichzeitig gilt: nur zusammen werden wir die Pandemie dauerhaft besiegen. Sonst drohen immer wieder neue Infektionswellen.“ (BM Maas am 27.04.2020)

Als einer der größten humanitären Geber weltweit wird Deutschland seiner Verantwortung gerecht und unterstützt das internationale humanitäre System – die VN-Organisationen, die Rotkreuz-/Rothalbmondbewegung und NROs – bei der Eindämmung der Pandemie und der Bewältigung ihrer humanitären Folgen aktuell mit Zusatzmitteln weltweit in Höhe von 300 Mio. Euro. Dabei gewährt Deutschland seinen Partnerorganisationen bei der Verwendung dieser Zusatzmittel größtmögliche Flexibilität – etwa was die regionale Verteilung der Mittel anbelangt, um einen schnellen und bedarfsgerechten Mitteleinsatz zu ermöglichen.

Der globale COVID-19-Hilfsplan der Vereinten Nationen (COVID-19 G-HRP) sieht in Irak für das laufende Jahr insgesamt 263 Mio. USD für lebensrettende humanitäre Hilfe vor. Unsere Partnerorganisationen werden mit den Zusatzmitteln in Irak lebensrettende humanitäre Maßnahmen, wie Aufklärungskampagnen, Entwicklung von Hygiene- und Präventionskonzepten in Binnenvertriebenen- und Flüchtlingslagern, Ausstattung von Isoliereinheiten in Gesundheitseinrichtungen, Fortbildung medizinischen Personals sowie Geldleistungen für besonderes vulnerable Bevölkerungsteile durchführen.

Zudem hat Deutschland den Partnerorganisationen einen Großteil der für 2020 vorgesehenen regulären Mittel früh im Jahr zur Verfügung gestellt (sog.Frontloading“) – und dadurch Planungssicherheit und Flexibilität der Organisationen weiter erhöht.

Deutschland unterstützt die Menschen in Irak zusätzlich zu seiner regulären Programmförderung des Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) in Höhe von 6 Mio. Euro Maßnahmen des IKRK  zur Bekämpfung des Coronavirus in Irak in Höhe von 3 Mio. Euro. Diese Mittel sollen neben humanitären Notlagen auch die Folgewirkungen der Pandemie abmildern. Das IKRK kann damit in Irak Maßnahmen in den Bereichen Hygiene, Aufklärung über COVID-19, Bereitstellung von Desinfektionsmaterial, Schutzkleidung und medizinischem Material für Gesundheitseinrichtungen sowie der Unterstützung von durch die Pandemie ökonomisch und sozial besonders betroffener Gruppen  durchführen.

Überdies hat Deutschland seinen Beitrag zum humanitären Länderfonds Irak (Iraq Humanitarian Fund) um weitere 3,5 Mio. Euro auf insgesamt bislang 6 Mio. Euro aufgestockt. Dieser Fond finanziert beispielsweise lokale humanitäre Organisationen und ermöglicht die Durchführung vielfältiger Maßnahmen zur Bewältigung der humanitären Folgen der Pandemie.

Zusätzlich arbeitet Deutschland mit einem dichten Netzwerk hochspezialisierter humanitärer Nichtregierungsorganisationen (NROs) zusammen. Zur humanitären Bewältigung der COVID-19-Pandemie fördert Deutschland NROs weltweit, darunter Ärzte der Welt im medizinischen Bereich und Oxfam im Hygiene-, Gesundheits- und Sanitärbereich in Irak. Auch Maßnahmen von der deutschen Welthungerhilfe (DWHH) und Help e.V. zur Abmilderung der Folgewirkungen von COVID-19 werden aktuell unterstützt.

Deutschlands humanitärer Einsatz beschränkt sich dabei nicht auf finanzielle Unterstützung. Die Bundesregierung nutzt ihren politischen Einfluss, um international die Wahrung des humanitären Völkerrechts  und die Einhaltung der humanitären Prinzipien (Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit) zu befördern und dauerhaften, uneingeschränkten Zugang zu Menschen, die humanitärer Hilfe bedürfen, einzufordern. Ohne ungehinderten Zugang kann humanitäre Hilfe nicht dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt wird.  

Die COVID-19-Pandemie ist eine globale Bedrohung, die nur durch gemeinsames Handeln abgewehrt werden kann. Deutschland reagiert und hilft dort, wo es am notwendigsten ist, auch mit umfangreicher humanitärer Hilfe.

Bundeshilfe für Covid-19

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