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Politik

12.07.2021 - Artikel

Irak und Deutschland verbinden enge freundschaftliche Beziehungen. Aus Sicht Deutschlands kommt Irak wegen seiner Geschichte und durch die zentrale Lage im mittleren Osten eine besondere Bedeutung zu. Gemeinsam kämpfen wir gegen den Terrorismus, der die jüngere Geschichte des Landes bestimmt hat, die politische Agenda der Region weiterhin prägt und Auswirkungen bis nach Europa hat. Für Deutschland ist es daher wichtig, dass Iraks politische Stabilität an Substanz gewinnt. Um die gemeinsamen Herausforderungen anzugehen – seien es die globalen Fragen des Klimawandels, Fragen der regionalen Sicherheit oder lokale Ursachen für Flucht und Vertreibung – engagiert sich Deutschland in Irak. Unsere bilaterale Zusammenarbeit soll wirtschaftliches Wachstum fördern sowie die sozialen und kulturellen Beziehungen weiter vertiefen. Nicht zuletzt bilden die über 200.000 Iraker in Deutschland eine stabile Brücke zwischen unseren Ländern.

Auf diplomatischer Ebene ist der Austausch seit dem Regime-Wechsel 2003 immer intensiver geworden, was sich in zahlreichen hochrangigen gegenseitigen Besuchen zeigt. Mit der Akkreditierung von Botschaftern in Bagdad und Berlin am 24. und 28. August 2004 wurden die vollen diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Irak wiederhergestellt. Seit dem Golfkrieg 1990/91 und während der zivilen Überangangsverwaltung hatten eingeschränkte diplomatische Beziehungen bestanden. In Erbil unterhält Deutschland seit Anfang 2009 ein Generalkonsulat und trägt damit auch der Bedeutung der Region Kurdistan-Irak, sowie den kurdischen Rückkehrern, die ihr Exil in Deutschland verbracht haben, Rechnung.

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