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Wirtschaft

29.01.2022 - Artikel

Die deutsch-irakischen Wirtschaftsbeziehungen sind geprägt von gegenseitigem Interesse und großem Potential für weitere Vertiefung. Einerseits steht die irakische Wirtschaft vor riesigen Herausforderungen: Angesichts der hohen Staatsquote ist die Wirtschaft eng verknüpft mit politischen Entwicklungen, der Staatshaushalt ist in hohem Maße von der Entwicklung der Weltmarktpreise für Erdöl abhängig, ein veralteter Bankensektor kann nur schwer Kredite für Investitionen zur Verfügung stellen, und ein teilweise noch von planwirtschaftlichem Denken geprägtes Verständnis der Rolle des Staates in der Wirtschaft hemmt das Wachstum im nur schwach entwickelten Privatsektor. Andererseits ist Irak ein Markt mit Perspektiven: Die stark wachsende Bevölkerung – Experten gehen von einer Verdoppelung der Bevölkerung auf 80 Mio. Menschen bis 2050 aus –,  Umweltschäden, die behoben werden müssen, und nicht zuletzt der Wiederaufbau der vom IS befreiten Gebiete erfordern erhebliche Anstrengungen und gewaltige Investitionen in die Infrastruktur des Landes.

Die irakische Regierung möchte die wirtschaftlichen Probleme im Land systematisch angehen. Geplant sind unter anderem die Verbesserung der Infrastruktur, die Diversifizierung der Energiegewinnung, u.a. durch den Ausbau von erneuerbaren Energien, eine Steuerreform, die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs, der Ausbau des Bankensektors und verbesserte Rahmenbedingungen für Investoren. Erste Schritte sind gemacht: Beispielsweise ermöglichte Irak im März 2021 für einige Staaten, darunter Deutschland, die Visaerteilung direkt bei der Einreise.

Es ist offensichtlich, dass der irakische Staat die anstehenden Herausforderungen nicht allein meistern kann. Viele Iraker haben erkannt: Ihre Volkswirtschaft braucht mehr denn je ausländische Direktinvestitionen, mehr denn je technologische Lösungen und qualitativ hochwertige Dienstleistungen. Und dies können deutsche Unternehmen liefern.

Trotz der Probleme im Land zeigen sich Anzeichen für eine Besserung der Lage. So hat sich die Sicherheitslage in Bagdad und in weiteren Teilen des Landes verbessert. Premierminister Al-Kadhimi hat seit Beginn seiner Amtszeit den Kampf gegen Korruption zu einer der Kernaufgaben seiner Regierung gemacht.

Die Deutsche Botschaft ermuntert Unternehmen, in Irak aktiv zu werden. Suchen Sie den Kontakt mit dem öffentlichen Sektor und vernetzen Sie sich mit anderen, vor allem mit den erfahrenen deutschen, Akteuren im Privatsektor. Irak ist ein enorm junges Land mit vielen jungen Menschen, die auf Veränderung drängen und ihre Chancen nutzen wollen. Es wäre sowohl für Irak wie auch für Deutschland wichtig, wenn deutsch-irakische Projekte dabei einen Beitrag leisten können. Für Geschäfte in Irak braucht man langen Atem. Aber die Anzeichen mehren sich, dass sich dieser lange Atem lohnt.

Bitte richten Sie Ihre wirtschaftsbezogenen Anfragen an:

Auftrag und Dienstleistungen

Das Deutsche Wirtschaftsbüro im Irak unterstützt irakische Unternehmen bei der Kontaktaufnahme mit deutschen Unternehmen sowie deutsche Unternehmen, die wirtschaftliche Interessen im Irak haben oder entwickeln möchten. Deutsche Unternehmen, die an einer Geschäftstätigkeit im Irak interessiert sind, erhalten Informationen über wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Ausschreibungen für öffentliche Projekte im Zentralirak und in der Region Kurdistan. In den vergangenen zehn Jahren hat die AHK mehr als 120 Veranstaltungen organisiert und mehr als 2.400 deutsche und lokale Unternehmen zu verschiedenen Themen beraten.

Die AHK arbeitet eng mit lokalen und ausländischen Handelskammern, Ministerien, Institutionen, NGOs und staatlichen Stellen zusammen. Sie arbeitet auf einer streng gemeinnützigen Basis.

Die Dienstleistungen umfassen: 

  • Informationen über die irakischen und deutschen Marktentwicklungen
  • Informationen über Geschäftskontakte im Irak und in Deutschland
  • Organisation von Wirtschaftsdelegationsreisen in den Irak und nach Deutschland
  • Informationen zu Messen und Unterstützung für Aussteller und Besucher
  • Geschäftspartnersuche
  • Leitfäden zu Gesetzen und Vorschriften im Irak und in Deutschland vice versa
  • Individuelle Unterstützung für Unternehmen
  • Marktforschung
  • Schulungen und Qualifikationen (derzeit mehr als 120 Schulungen verfügbar)
  • Mediation

Kontaktinformationen im Irak

 Süd- und Zentralirak

 Büro der Deutschen Wirtschaft im Irak

Hay Al-Mansour, Al-Amirat Street  (Close to Hunting club) Baghdad, Iraq

Tel.:       +964 - 770 80 78 350

E-Mail:   (dhuha.jabbar@irak.ahk.de))


Autonomieregion Kurdistan Irak

 Büro der Deutschen Wirtschaft im Irak

Nawroz Street

ETTC-Compound

Erbil, Iraq

Tel.:       +964 - 750 – 70 69 400

E-Mail:   (hogar.bebane@irak.ahk.de)

Nisrin Khalil

www.irak.ahk.de

Mobil Dubai: +971 (0)55 609 5791

Mobil Irak: +964 (0)750 325 8542 und +964 (0)750 706 9400

Email: nisrin.khalil@irak.ahk.de

Nationalen Investitionskommission

www.investpromo.gov.iq

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

www.bafa.de

Vereinte Nationen
www.un.org
www.devbusiness.com
www.iapso.org
www.iq.undp.org
www.ungm.org

Irakische Ministerien und Institutionen

Planungsministerium
https://www.mop.gov.iq

Ölministerium
https://oil.gov.iq/index.php

Industrie und Bodenschätze
http://www.industry.gov.iq/en

Außenministerium
https://www.mofa.gov.iq/en

Gesundheitsministerium
http://www.moh.gov.iq/english

Kommunikationsministerium
http://moc.gov.iq/Home/Index

Wohnungsbauministerium
https://www.moch.gov.iq

Hochschulministerium
Ministry of Higher Education 

Irakische Zentralbank
http://www.cbi.iq

Irakische Handelsbank
http://www.tbiraq.com

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