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Nachzug irakischer Staatsangehöriger zum Elternteil mit subsidiärem Schutzstatus (Aufenthaltserlaubnis nach §25 Abs.2 2. Alternative oder §4 AsylG)

Artikel

Dieses Merkblatt gilt nur für die Visumbeantragung an der Visastelle in Erbil.

Enge Familienangehörige (Ehegatten, minderjährige ledige Kinder) von in Deutschland lebenden subsidiär Schutzberechtigten können Visa zum Zwecke des Nachzugs beantragen.

Erforderliche Unterlagen:

Alle Unterlagen sind mit einer Übersetzung in die deutsche Sprache vorzulegen.
Alle kurdischen Personenstandsdokumente müssen durch das kurdische DFR vorbeglaubigt sein, alle anderen irakischen Urkunden durch das irakische Außenministerium in Bagdad.

Für die Beantragung eines nationalen Visums ist die Vorlage eines vollständig in deutscher Sprache ausgefüllten Antragsformulars einschließlich Belehrungen nach § 54 AufenthG erforderlich. In Ihrem Antragsformular (VIDEX) geben Sie alle Informationen zu Ihrer Einreise und Ihrem Aufenthalt in Deutschland an. Sie müssen dieses Formular elektronisch ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben und zur Beantragung mitbringen.

Videx-Formular

Die Visastelle rät davon ab, die Hilfe von Visa-Agenturen zum Ausfüllen der Formulare anzunehmen! So können falsche oder unvollständige Informationen in Ihren Antrag gelangen, die im schlimmsten Fall zu einer Ablehnung führen.

Ein aktuelles biometrisches Passbild (3,5 x 4,5 cm mit hellem Hintergrund)

Informationen zu biometrischen Fotos finden Sie hier.

Gültiger Reisepass mit 1 Kopie der Lichtbildseite sowie der Unterschriftsseite, eigenhändig unterschrieben, mit noch mind. 2 komplett leeren Seiten. Der Pass muss innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt worden sein.

Gültige Identitätskarte Ihres Landes mit deutscher Übersetzung mit 1 Kopie.

Nachweis, dass Sie in der Region Kurdistan-Irak (Provinzen Dohuk, Erbil, Suleimaniya und Halabja) Ihren Hauptwohnsitz haben bzw. gültige irakische Aufenthaltserlaubnis bei Wohnsitz in der Region Kurdistan-Irak mit 1 Kopie.

WICHTIG: Die deutsche Übersetzung der nachstehenden Dokumente muss Ausstellungsort und Provinz sowie den Text der Stempel/Siegel und etwaiger Zusatzeintragungen enthalten!
1) Auszug aus dem Familienregister des Antragstellenden im Original mit 1 Kopie, nicht älter als 1 Jahr
2) Auszug aus dem Personenstandsregister des Antragstellenden im Original mit 1 Kopie, nicht älter als 1 Jahr
3) Geburtsurkunde des Antragstellenden im Original mit 1 Kopie
4) gerichtliche Heiratsurkunde der Eltern im Original mit 1 Kopie
5) ggf. Bescheinigung des obersten jesidischen Rats im Original mit 1 Kopie
6) Spezialvollmacht(en) bei Stellvertreterehe im Original mit 1 Kopie
7) ggf. Scheidungsurteil(e) früherer Ehen im Original mit 1 Kopie

1) 1 Kopie des Reisepasses (Datenseite und Seiten 1-3)
2) 1 Kopie des Aufenthaltstitels (Vorder- und Rückseite)
3) 1 Kopie der aktuellen Meldebescheinigung, nicht älter als 6 Monate
4) 1 Kopie des BAMF-Bescheids über die Zuerkennung des subsidiären Schutzstatus mit Vermerk, ab wann Bescheid bestandskräftig wurde

1 Kopie des Bestätigungsschreibens über die fristgerechte Antragstellung oder andere Nachweise (z. B. E-Mail/Schreiben des Konsulats über die Fristwahrung etc.)

Bei alleinreisenden Kindern eine notariell beglaubigte Erlaubnis zur Ausreise und dauerhaften Wohnsitznahme in Deutschland durch den im Irak verbleibenden Elternteil. Alternativ kann die Zustimmung im Rahmen der persönlichen Vorsprache bei FAP-IOM abgegeben werden.
Bei verstorbenem Elternteil ist die Sterbeurkunde vorzulegen.
Im Original mit 1 Kopie

Gebühren

Die Gebühren zur Beantragung eines nationalen Visums betragen 75,00 Euro bzw. für Antragsteller bis zum 18. Lebensjahr 37,50 Euro und sind zum aktuellen Wechselkurs in Dollar zu bezahlen. Euro oder irakische Dinar können weder angenommen noch getauscht werden.

Terminvereinbarung

Termine zur Visumsbeantragung zum Familiennachzug zum subsidiär Schutzberechtigten werden nach Registrierung auf der Warteliste vergeben. Die Warteliste erreichen Sie über folgenden Link. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage ist mit Wartezeiten zu rechnen.

Antragsteller, die einen Termin zur Beantragung eines Visums zum Nachzug zu einem subsidiär Schutzberechtigten in Deutschland gebucht haben, werden zu gegebener Zeit von der Internationalen Organisation für Migration (IOM), der UN Migrationsagentur im Rahmen des Familienunterstützungsprogramms (FAP) kontaktiert.

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Ihre Terminregistrierung noch gültig ist, oder wenn sich Ihre Kontaktdaten seit Ihrer Terminbuchung geändert haben (Telefonnummern und Mailanschriften), dann sollten Sie sich mit IOM in Verbindung setzen:

Erbil, Italian Village 1
Villa no. B4 & B5
+964 66 211 1500
Email: info.fap.iq@iom.int


Haftungsausschluss: Alle Angaben beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen der Auslandsvertretungen zum Zeitpunkt der Abfassung des Merkblatts. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden; Rechtsansprüche können aus diesem Merkblatt nicht hergeleitet werden.

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